Emotionen: wahrscheinlich verstehst du sie immer noch nicht

Emotionen: wahrscheinlich verstehst du sie immer noch nicht

Emotionen

Sie sind das Tor zur Intuition und der Kompass für dein Leben.

Emotionen werden in unserer Kultur nach wie vor missverstanden. 

Im Westen dreht sich alles um Rationalität und unsere Gedanken. Emotionen werden deswegen häufig als naive und oder irrationale Gedankengänge gesehen. 

Dabei wird die Angemessenheit der Reaktionen des eigenen Organismus‘ in Frage gestellt und teilweise sogar negiert („ich bin kein emotionaler Typ“). 

Emotionen nicht ernst genug nehmen.

Das ist rational gesehen nicht besonders klug, denn in erster Linie verlernst du deine Intuition bzw. dein“Bauchgefühl“ wahrzunehmen. Deine Emotionen sind wie ein Kompass. Sie geben dir Orientierung für dein Leben. Wir sind Zielgerichtete Organismen und brauchen Orientierung.

Beobachtest du die Personen in deinem Leben die sich „lost“ fühlen, wirst du sehr wahrscheinlich auch gleichzeitig unangemessene Interpretationen der eigenen Emotionen beobachten bzw. widersprüchliche Entscheidungen basierend auf siesen Interpretationen.

Im folgenden erfährst du was es mit Emotionen auf sich hat.  

Was haben Emotionen mit Erinnerungen zu tun?

Erinnerungen sind dazu da, um in zukünftigen Ereignissen klügere Entscheidungen zu treffen.

Wahrnehmung ist immer das Produkt aus:

  1. Gegenwärtigen Umweltreizen und
  2. Erinnerungen/Erfahrungen vergangener Ereignisse

Basierend auf den Erfahrungen unserer Vergangenheit, bewerten wir eine Situation und fällen in folge dessen unsere Entscheidung. Die erlebte emotionale Konnutation gibt dabei vor, welche Bedeutung wir der gegenwärtigen Situation beimessen und so auch wie gut wir uns an sie erinnern werden.

Erleben passiert allerdings nicht bloß gedanklich, sondern auch körperlich (somatisch). Sogar die bloße Vorstellung eines Ereignisses, geht mit den selben Merkmalen wie tatsächliches Erleben einher: eine gedankliche und körperliche Reaktion.

Hier ein Beispiel: schließe die Augen und stelle dir so richtig detailliert vor, wie du an einer Zitronenecke riechst und reinbeisst (oder Centershocks).

Lies das nicht nur. Probieres es kurz aus. Do it. 

Merkst du was in deiner Mundhöhle passiert?

In der Regel erhöht sich unmittelbar dein Speichelfluss.

Das ist konditioniertes Verhalten.

Genau das ist es was dein Organismus durch erlernen tut: die Muster der Außenwelt auf unsere Körperstrukturen (z.B. Gehirn [ebenfalls auf Muster basierend aufgebaut]) zu projizieren und so mit einem Verhaltensmuster zu reagieren. 

(Ein Kontinuum von Mustern also.)

Das ganze wird, durch die oben erwähnte emotionale Konnutation, mit einer entsprechenden Hormonausschüttung begleitet. Je nachdem wie du eine Situation erlebst können wir grob zwischen der Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) und harmonisierenden Hormonen (Serotonin, Endorphine) unterscheiden.  

Dieser gesamte Prozess; vom Wahrnehmen bis zur hormonellen Reaktion dauert ungefähr 90s. Danach klingt diese physiologische Reaktion ab.

ABER:

Manche Situationen lassen dich allerdings gedanklich nicht los. Ein hitziges Streitgespräch oder der Tod einer geliebten Person haben zum Beispiel das Potenzial dich weiter und weiter und weiter zu triggern. So werden aus 90 Sekunden schnell mehrere Minuten oder sogar Stunden, Tage, Monate, bis sogar Jahre! Je nachdem wie sehr dich eine Situation gedanklich vereinnahmt.

Emotionen zu ernst nehmen.

„Stress ist ein Killer“. Jeder weiß das. Jetzt weißt du, dass es bedeutet, dass bei emotionalem Stress eine überwiegend konstante Ausschüttung von Stresshormonen dafür verantwortlich ist.

Wie lassen sich emotionale Probleme lösen?

Nicht alle Probleme lassen sich mit dem Verstand lösen. ⁣🧠⚠️

 

⁣Hast du jemals versucht deine Meinung zu ändern und schließlich festgestellt, dass dein Organismus seine eigene Meinung hat? ⁣🤷‍♂️

 

Obwohl du die Ursache eines Problems zu kennen glaubst ändert sich nichts an seiner Wirkung? ⁣🙇

 

Das liegt daran, dass die Art und Weise wie sich dein Organismus an Ereignisse erinnert, nicht auf deinen Verstand beschränkt ist.☝️

 

⁣Dein Gedächtnis ist eng verwoben mit deinen Emotionen: wenn du an dein Leben zurückdenkst, kannst du dich am besten an die schönsten und schlimmsten Ereignisse erinnern. Deswegen ist klassischer Schulunterricht relativ lausig darin Menschen etwas nachhaltig beizubringen.⁣😐

 

⁣Sobald ein Ereignis unter die Haut geht werden Körpergefühle wahrnehmbar: “Schmetterlinge im Bauch”, “Herzrasen”, “Herzschmerz”, “Kloß im Hals”, “Stein im Magen” etc.. Unser Organismus merkt sich diese Reaktion (weil effizient) und ruft sie wieder auf sobald er mit einem ähnlichen Ereignis konfrontiert ist.⁣

⁣Wir kennen das sehr gut von bestimmten Gerüchen und Liedern: BAM! FLASHBACK!⁣🤯⚡

 

⁣Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Reizen (Farbe, Form, Situation etc.) von denen du noch nicht mal weißt, dass sie existieren und dich plötzlich mit solchen, oben beschriebenen Reaktionen konfrontiert siehst. ⁣

 

⁣Z.B. hat jeder von uns schon mal einen Raum betreten und festgestellt, dass die “Vibes” gut/schlecht sind, ohne zu wissen woher das jetzt genau kam. Antwort: dein Unterbewusstsein.⁣

 

Wenn du darüber nachdenkst was das Unterbewusstsein ist, gibt es eine sehr simplifizierte Antwort: die Gesamtheit an Informationen die dein Organismus wahrnehmen/weiterleiten/verarbeiten kann, sowie Prozesse, die außerhalb deiner kognitiven Auseinandersetzung stattfinden. ⁣

 

Organtätigkeit, Atmung, Herzfunktion, Hormonregulation sind z.B. Prozesse über die du zum Glück nicht nachdenken musst.⁣😄👍

 

Kurzum: du kannst noch so intelligent sein. Bestimmte Persönlichkeitsveränderungen und Stressbewältigung lassen sich nicht mit bloßem Willen erzwingen sondern benötigen einen methodischen Zugang zum Unterbewusstsein.⁣💁‍♂️

Connecting Link ist eine Methode die sich hierzu eignet. Klicke auf den Button unten für mehr Informationen dazu. 

"Trauma comes back as a reaction. Not a Memory."

nielsbaum