Mobility Training

Mobility Training

Mobility Training

“The more control you have over your joints, the more control you have over your body.

The more control you have over your body, the more control you have over your movements. 

The more control you have over your movements, the less likely your movements will falter.

If your movements falter less, then the less likely your chances are of injury.

Says the vast majority of science (in my opinion).

Start at the beginning.”

Dr. Andreo Spina

Was ist Mobility?

Mobility oder Beweglichkeit bezieht sich auf den Bewegungsausdruck von Gelenken. Diese Fähigkeit ist natürlich gefordert wenn wir uns selbst aktiv bewegen, wie z.B. im Sport, Training oder Alltag. Vielen Menschen ist der Unterschied der aktiven und passiven Beweglichkeit jedoch nicht geläufig. Dabei hat das Wissen darum eine sehr hohe Bedeutung, weil du dadurch Bewegungen an sich sehr viel besser verstehen kannst.

 

Aktive Beweglichkeit ist die Fähigkeit die flexiblen Spielräume eines Gelenks neuromuskulär, also mittels willkürlicher Muskelkontraktionen, zu kontrollieren.

 

Außerhalb dieser aktiven Reichweite befindet sich noch ein Puffer an passiver Beweglichkeit. Diese lässt sich z.B. durch das Einwirken der Schwerkraft (z.B. im Spagat) oder durch Gerätschaften erreichen. Diese Fähigkeit ist, was man unter Flexibilität versteht und ist daher kein Synonym für Beweglichkeit. 

 

Gerade für unseren sportlichen Kontext ist aktive Beweglichkeit das Maß, das vorgibt welche Bewegungen wir machen können und welche nicht. Damit hebt sich auch die Idee auf, dass es generell so etwas wie richtige und falsche Bewegungsausführungen gibt. Das ist nicht ganz richtig. Wenn es stimmen würde, wäre er hier wahrscheinlich bereits explodiert.

 

Große aktive Bewegungsumfänge der Gelenke ermöglichen in ihrer Kombination mehr Bewegungsoptionen und somit mehr Freiheit. 

Wozu Mobility Training?

Falls du dir schon mal im Zoo dachtest “Die Armen Tiere”, weil sie nicht leben wie sie natürlicherweise vorgesehen sind, kannst du dich ebemfalls bemitleiden.

 

Wir essen zu viele hoch verarbeitete Nahrungsmittel, bekommen zu wenig Sonnenlicht ab und sitzen zu viel.

 

Letzteres kommt mit der Konsequenz, dass wir uns zu wenig und abwechslungsreich bewegen.

 

Weil das biologische Prinzip “use it or lose it” herrscht, verlieren wir so – langsam aber sicher – die Ansteuerungsfähigkeit und strukturelle Ordnung unserer Gelenke. Und so geht auch unsere aktive und dann auch passive Beweglichkeit flöten.

Ich sitze im Cosack-squat mit einer beladenen Langhantel auf den Schultern.
Ich erkläre eine Übung in der 90-90 Sitzposition

Als Ersatz für den Bewegungsmangel haben wir Menschen Fitness-Training erfunden mit einer wilden Anzahl willkürlicher Übungen. 

 

Teilweise können diese sogar Probleme erzeugen, wie z.B. Übertraining.

 

Grundsätzlich ist die Idee von Training, bei der Basis anzufangen. Vom einfachen zum komplizierten. Aber fast keiner hält sich daran. Die meisten Menschen wollen zu schnell zu viel.

 

Jede Bewegung fordert Beweglichkeitsvoraussetzungen. Die meisten Menschen wissen allerdings gar nicht welche Voraussetzungen sie eigentlich mitbringen. Entsprechen die Fähigkeiten nicht den Voraussetzungen, gibt es daher ein Problem.

Schmerzen im Rücken, den Schultern, in der Hüfte, so wie andere Überlastungserscheinungen, durch fehlende Fähigkeiten sind deswegen keine Seltenheit.

 

Mobility Training zielt  darauf ab, nutzbare Beweglichkeit zu vergrößern. 

 

Was du nicht bewegen kannst, bewegt sich nicht. 

Was nicht bewegt wird, wird nicht benutzt.

 

Was du nicht benutzt, verlierst du.

 

Kurzum: Beweglichkeitstraining geht darum, das wiederzugewinnen, was du verloren hast, indem du wieder lernst, das zu bewegen, was du nicht mehr bewegen kannst, um das tun kannst, was du tun möchtest. 

Mobility Training ist per Definition Krafttraining

Damit nachhaltige, funktionale und strukturelle Veränderungen zustande kommen können, müssen die selben Gesetze eingehalten werden, wie es z.B. im Krafttraining auch der Fall ist. 

Deine Körperzellen brauchen Signale, die Stark, bzw. relevant  genug sind, damit sie sich anpassen.

Von 10 mal Bizepscurls wird ein Oberarm nicht wachsen. Genauso wird jemand auch nicht das Bein Senkrecht über Kopf halten können, bloß weil die Person im Spagat sitzen kannst. Solche Anpassungen benötigen Beharrlichkeit, Zeit und viele Kraftinputs. 

nielsbaum